Rollenspiel

Tanans Fate

Meine Eindrücke zu Free Fate haben mir ein paar interessante Leserbriefe eingebracht. So raten mir Oliver und 1of3 beide zu Fate 2, das ich mir daraufhin näher angesehen habe. Das hatte ich vor Jahren schon einmal getan, aber ich konnte mich nur noch schwach daran erinnern. Es stellt mich nicht ganz zufrieden. Vor allem stört mich, dass es dort weniger, aber dafür steigerbare Aspekte gibt. Den Charakter mit vielen Aspekten abzubilden finde ich ja gerade reizvoll. Dennoch scheint es mir – auf dem Papier – flüssiger spielbar.

Oliver empfiehlt außerdem Wheel of Fate, das ich noch nicht kannte. Das System ist wirklich handlich, setzt auf Over the Edge-artige Würfelwürfe und eignet sich ideal für die schnell improvisierte Runde zwischendurch.

Alex legt mir seine Mischform aus Fate und PDQ ans Herz. Zwar mag ich PDQ nicht so sehr (vor allem wegen der Schadensregeln), aber wer es noch nicht kennt, sollte mal einen Blick drauf werfen.

Mittlerweile habe ich mir meine eigene Fate-Version zurechtgestutzt. Obwohl Dominik den Ansatz, Fate zu “kastrieren” (wie er es nennt), nicht gut findet, hat er mich gebeten, ihn darüber auf dem Laufenden zu halten. Aber gerne doch:

Vorweg möchte ich noch klarstellen, dass ich hier keinen generischen Ansatz vorstellen möchte. Ich habe die Regeln auf mich und (hoffentlich) meine Runde zugeschnitten. Ich habe sie noch nicht ausprobiert; das hier ist mein erster Entwurf. Vieles ist eine Geschmacksfrage und nicht jeder mag Ananas.

Es handelt sich auch nicht um eine reine Kastration. Teilweise habe ich Regeln, die mir nicht gefallen haben, durch eigene ersetzt. Trotzdem lag der Fokus natürlich darauf, die Regeln einfacher zu machen, Optionen wegzukürzen und dadurch den Kopf freizukriegen für das, was meiner Runde eigentlich am Herzen liegt: Spannende Geschichten und cooles Charakterspiel.

Grundlage meines Entwurfs ist Free Fate. Das Sprachengemisch bitte ich zu entschuldigen. Los geht’s.

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FATE of Talislanta

Talislanta.com berichtet über eine interessante Regelkonversion. Ich mag die klassischen Talislanta-Regeln eigentlich sehr – aber FATE könnte gerade richtig sein, um den Grundsatz “Make Tal your own!” mit Leben zu füllen.

Free Fate: Vorübergehende Erblindung

Meine Rollenspielrunde hat eine tiefe Abneigung gegen dicke Regelbücher. Mehr als zehn Seiten Regeln am Stück liest bei uns meistens nur einer, nämlich ich. Das ist nicht weiter schlimm; wir suchen uns halt passende Systeme aus. Gerade beenden wir eine lange Fantasy-Kampagne, die wir nach vereinfachten(!) Over the Edge-Regeln spielen.

Demnächst möchte ich mein neues Szenario auf meine Mitspieler loslassen und stelle mir die Frage: Nach welchen Regeln? Was schickes soll es sein, mit mehr Mitbestimmungsrechten für alle und so. Früher habe ich schonmal Fudge geleitet und so bin ich jetzt auf Fate gestoßen. Eine (noch nicht ganz fertige) Version davon ist Free Fate: Versprochen wird mir Fate in “cut down & condensed”, “intended to appeal to gamers who prefer uncomplicated rules”. Hey, genau mein Fall! Dachte ich.

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Überdosis Talislanta

Seit ein paar Tagen steht bei talislanta.com beinahe alles, was zu meinem Lieblingsrollenspiel je veröffentlicht wurde, zum Download bereit. Doch was lohnt sich wirklich? Welche Edition ist die beste? Ein kurzer Überblick.

The Talislantan Handbook (1987)
Das Buch, mit dem alles begann. Für Rollenspielhistoriker allemal einen Blick wert. Erstaunlich viel Hintergrund ist hier schon enthalten und die meisten der Zeichnungen wurden bis zur fünften Edition immer wieder nachgedruckt. Dennoch: Das Regelsystem steckt hier in den Kinderschuhen, das Layout ist wenig ansprechend. Für Tal-Anfänger nicht empfehlenswert. Gleiches gilt für die anderen Bände der ersten Edition.

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Talislanta ist wieder da!

Das beste aller Fantasy-Rollenspiele meldet sich zurück, wie schon so oft: 2010 läuft endlich die Talislanta-Lizenz von Morrigan Press ab und die Rechte fallen an Stephen Michael Sechi zurück. Nach Jahren des Stillstands bedeutet das: Ein neues Art Book! Eine neue Website! Ein neues Forum! Sämtliche bisherige Bücher als freie PDFs!!

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Bissige Zeiten

Mittlerweile erhältlich: Ratten! Bissige Zeiten mit meinem Beitrag Namensvettern und vier weiteren knabberfesten Abenteuern.
Bissige Zeiten

Burgwirtschaftskrise

Die Sammler sind schuld. Haben anderen Ratten Eigenhöhlen finanziert, obwohl die die Fressalien niemals zurückzahlen konnten. Um ihre Verluste auszugleichen, haben die Sammler sich gegenseitig Nahrungsmittel geliehen, die ihnen gar nicht gehörten. Oder so. Jedenfalls misstrauen sie sich jetzt untereinander. Und allen anderen. Niemand bekommt mehr Nahrungsmittel von ihnen.

Eine solche Burgwirtschaftskrise hat es noch nicht gegeben. Selbst meine Großmutter sagt das, die ehrwürdge Kinderstolz Legendensprech Langleb, und die muss es wissen. Wir Laborratten haben es ja noch gut, denn unsere Erfindungen sichern uns das Überleben. Und die Scharfzähne haben ihre Pflanzen. Am dreckigsten geht es mal wieder denen, die eh kaum was haben. Bei den Müllschlingern soll es scharenweise Hungertote geben. Die Brandratten fressen aus Verzweiflung angeblich schon ihre Bündel.

So kann es nicht weitergehen! Die Vertrauenskrise muss beendet werden. Mein Vetter Schnellfiep Pfotenschüttler setzt sich ja bekanntlich dafür ein, die Sammler mit Geschenken zu beschwichtigen. Aber was soll das bringen? Haufenweise hat er ihnen Krabbler gefangen und wie haben sie es ihm gedankt? Sie haben sie gefressen und nach mehr verlangt!

Nein, ich sage euch, das System an sich ist falsch! Warum ist unsere Wirtschaft vom Fressen der Sammler abhängig? Sollte es nicht eine Burg geben, in der alle Ratten genug haben und niemand mehr hungern muss? Ich fordere eine gerechte Verteilung aller Nahrungsmittel unter der Rattenschaft, und zwar unter Leitung der Klügsten unter uns!

Die Sammler werden da nicht mitmachen, sagst du? Dann müssen wir sie eben enteignen! Ratten aller Stockwerke vereinigt euch!

FeenCon-Notizen

  • Die FeenCon ist die beste Convention weit und breit – aber warum nehmen die Besucherzahlen ab?
  • In Bonn regnet es nie – jedenfalls nicht, wenn ich da bin.
  • Ich habe keine einzige Ratten!-Runde gesehen. *schnüff* Mehr Zeit müsste man haben!
  • Computerspiele können Rollenspiele nicht bereichern? Mein Cthulhu Pulp-Charakter wurde von einem Silent Hill-Monster gespalten!
  • Es gibt Earthdawn-Fans, die regelarme Systeme à la Over the Edge lieben.
  • Kirschbier schmeckt nicht. Warum habe ich das Zeug überhaupt getrunken?
  • Diese komischen Armee-Larper in Bundeswehr-Outfit hätten ruhig zu Hause bleiben dürfen. Peace!
  • Nächstes Jahr komme ich wieder.

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